Hol das Stöckchen!

Freitag, 21. Mai 2010

I like! Not.

Filed under: Sonstiges — Nachtwaechter @ 21:16

Selbst bei der Eileen stolpert es sich gelegentlich über stöckchenhaftes Bloggen, wobei dieses Stöckchen sehr einfach ist (es ist ja nur aufzuzählen, was man nicht mag) und dem schnellen Bloggen entgegenkommt. Da muss ich mich einfach gleich bücken, aufheben und hier vergraben.

I like! Not. MS Windows, Entmündigende Software, Besoffene brüllende Fußballfans, Hirnträger ohne Hang zur Hirnbenutzung, Religiöse Fanatiker, Schrotttechnik und sonstigen fabrikneuen Müll, den „Duft“ meiner Socken, koffeinfreien Kaffee, Microsoft Notepad zum Tippen, Kälte, langsam an mir vorbeifahrende und dabei autoritär und überheblich auf mich blickende Bullen, Innenstadthetzmenschen, Leute deren Blick sich kaum von der Uhr lösen kann und die immer in Eile sind, der ganze Beziehungsverkauf unter dem Begriff vom Web 2.0, Steine die einmal Brötchen waren, Spammer, Werber die jeden Ort mit ihrer Nullkommunikation vergällen wollen, Schwimmbäder in ihrer rechteckigen Mischung aus Chlor und Kinderpipi, Handys die überall die Ruhe zernagen, Arschlöcher aus Hannover die sich Gothics nennen, Käse, Kohl (nach anderthalb Jahrzehnten eines birnenförmigen Politkopfes ist mir der Appetit auf Blattgemüse gründlich vergangen), Zerdepperte Bierflaschen vor meinen Reifen, einen ARD-Videotext der mir erzählt dass wir gerade das wärmste Jahr der Geschichte haben während ich aus dem Frieren gar nicht mehr herauskomme, Lügen, Abmahnanwälte und ihre Schergen im Justizministerium die solchen Wahnsinn weiterhin geschehen lassen, Menschen mit einem Hobby, die Straßenbahnen und Busse in Hannover, Kino, Fernsehen, den reißenden Blick der Menschen die ich anbettele, alle -isten, jeden -ismus, jede -kratie oder -tur oder sonstige Tour zur Heiligsprechung der Entrechtung, Schnittblumen und andere Kastrationen, neurotische Beißzweckhunde in den Häusern der Neureichen, Idioten die dumm sind und sich mit dem Kauf von für sie unnützen Gütern aufwerten müssen, Autofahrer, den täglichen bollernden Irrsinn des tosenden Lärmes, „Like-It“-Buttons in Websites, Temperaturen unter 30 Grad Celsius, Winter, Herbst, das durch Wände und Fenster dringende Geschrei, Geplärr und mürbende Psychogeklimper der Soapoperas auf ARD und ZDF, entfesselte Spießbürger die sich im kollektiven Rausch austoben, die kommende Geldmeisterschaft, so genannte „Sachbücher“, die täglich wachsende Irrationalität, die Geringfügigkeit der Kraft die sich gegen den Zerfall stemmt, die ausschließliche Bewertung des Lebens unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, die real werdende Dystopie die ich erleben muss, die deutsche Rechtschreibung, …

Ach, wenn ich so weitermache, erreiche ich schnell die Grenze für die maximale Beitragslänge von 2 Gigabyte… 😉

Mittwoch, 2. September 2009

Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich…

Filed under: Sonstiges — Nachtwaechter @ 02:36

Was liegt denn da beim Phil so stolpergefährlich mitten im Wege? Ein riesen großes Stöckchen, das endlich die Frage beantworten hilft, was jemand wäre, wenn er etwas völlig anderes wäre.

Also: Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich…

ein Monat: Am ehesten noch der brütende Juli oder August, der einen frierenden Menschen aufleben lässt.
ein Wochentag: Schabbat.
eine Tageszeit: Die Stunden nach Mitternacht nicht zu sehr auf der Höhe des Sommers, aber doch schon nicht mehr frierend, damit ich weitdraußen den Tausendstaub den kaltgestirnten Himmels präsentierte.
ein Planet: Der Saturn, der so wenig Geschick benötigt, die Wirrsal seines Ringsystemes zu balancieren.
ein Meerestier: Ein Wattwurm, der kampflos lebt und sich vom reichen Tisch des organischen Schlicks als sichere Mahlzeit holen kann. Oh, wieviel größer und gesegneter ich mich fühlte als diese stolzen, unentwegt suchenden und pickenden Vögel!
eine Richtung: Die einzige Richtung, die zum Ziele führt, die Richtung, die nach oben und unten gleichzeitig geht. Jeder Baum kennt diese Richtung in seinem Wachstum.
eine Zahl: Die Null, die scheinbar ein Symbol für Nichts ist, und doch allen Ziffern dadurch größeren oder kleineren Wert gibt, dass man sie zur Zifferndarstellung hinzufügt.
ein Buchstabe: , wenn ich doch nur wüsste, wie dieser Buchstabe heißt…
ein Kleidungsstück: Ein Rock aus Samt und schwarzen Flirren.
ein Schmuckstück: Das immer wieder lästig werdende Penispiercing des Papstes.
eine Kosmetik: Die Plastikflasche voller Shampoo beim Glatzkopf.
eine Blume oder Pflanze: Fiederroll und sporenvoll, im feuchten Wald ein Farn.
eine Flüssigkeit: Schlamm.
ein Baum: Schattig und verständnisvoll eine Weide.
ein Vogel: Das blauschwarze Wunder einer Saatkrähe, ein Singvogel, der fast schon meine Stimme hat.
ein Möbelstück: Ein alter und ungepflegter Schrank, zerkratzt von der Benutzung, voll der unaufgeräumten Schubladen.
ein Wetter: Die fette, alte Sonne am blauen Himmel, die sich nur mit drei Handvoll harmloser Wolken bekleidet.
ein mystisches Wesen: Entweder Hugin oder Mugin, lieber letzterer.
ein Tier: Kein wieselflutsches Hektier, sondern ein baumellang im Baume hängendes Faultier, das sich freut, wenn in seinem Fell Algen wachsen.
eine Farbe: Ein schmutzigdunkles Antrazitgrau mit derben, nasigen Klecksen einer etwas zu intensiven, gelben Farbe.
ein Element: Helium.
ein Auto: Kaputt.
ein Lied: „Go Film“ von Covernant
ein Film: Koyaanisquatsi. (Hoffentlich habe ich es diesmal auf Anhieb richtig geschrieben. Ach nee, das korrigiere ich nicht mehr. Wer hat sich bloß die Transkription der alten Hopi-Sprache ausgedacht?)
eine Filmfigur: Der Ozean aus „Solaris“.
eine Stimmung: Heitere, tänzelnde Melancholie.
ein Körperteil: Der so oft verachtete Analausgang, ohne den jeder Körper in seinen eigenen Giften verrecken würde.
ein Gesichtsausdruck: Dieses mir so eigene Grinsen, bei dem andere Menschen oft nicht wissen, ob ich dumm oder verrückt bin. Zum Glück merken sie schnell, dass letzteres zutrifft.
ein Schulfach: Mathemadig.
ein Gegenstand: Ein kleines, unendlich nützliches Fahrrad.
ein Wort: Broccolistrunkstück. (Ich liebe den Wohlklang der pralldeutschen Sprache und ihren Hang zu Konsonantenhäufungen, die jeden Sprechapparat außerhalb des deutschen Sprachraumes die Bedeutung des Wortes „Krampf“ lehren.)
ein Knabbergebäck: Eine extra knusprige Erdbeere.
eine Sportart: Schattenboxen.
eine Droge: Die reine, körpereigene Ekstase, die jede andere Droge lächerlich findet.
ein Getränk: Eine riesengroße, unerschöpfliche Thermoskanne mit Kaffee.
eine Eissorte: Walnuss.
eine Stadt: Visselhövede (oder jede andere Stadt, die außer ein paar Menschen dort und im direkten Umfeld niemand vermissen würde).
ein Märchen: De Buer un sien Fru
ein Spielzeug: Jeder Gegenstand, der von Spielenden (so genannte Kinder und ihnen psychologisch verwandte ausgewachsene Kinder) durch Tun zum Spielzeug gemacht wird, ohne dass er industriell für den Wegwurf des Spielen gefertigt worden ist.
ein Land: Ostfriesland.

Und: Lasst die Stöckchen nicht sterben! Bückt euch! Hebt es auf! Feines Stöckchen!

Dienstag, 5. Mai 2009

Petition gegen Internet-Zensur

Filed under: Sonstiges — 124c41 @ 02:01
Tags: , , ,

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung: Das vornehmliche Ziel — Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Zur Unterzeichnung der Online-Petition (mit integriertem Datenstriptease).

Mittwoch, 30. April 2008

Wer noch kein Stöckchen hat…

Filed under: Sonstiges — 124c41 @ 02:12

Kauf dir ein Stöckchen!

…der muss sich wohl mal eines kaufen. Hier gibt es allerdings alle Stöckchen umsonst und sie werden unmittelbar geliefert. 😀

Donnerstag, 17. April 2008

Nur, um das klar zu machen!

Filed under: Sonstiges — 124c41 @ 07:18

keine polizei

Nichts für ungut, aber hier haben Hacker aller Art nichts zu suchen. Auch nicht solche Hacker, deren Werk demnächst durch ein Gesetz legal gemacht wird. Computersabotage ist Computersabotage, da helfen auch keine Gesetzestexte.

Bloggen auf WordPress.com.