Hol das Stöckchen!

Dienstag, 15. Februar 2011

Wichtige Fragen

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 01:07

Worüber bin ich da bei der Schmökerkatze gestolpert? Huch, ein Stöckchen mit ganzw wichtigen Fragen. Da muss ich mich doch gleich mal bücken und das feine Stöckchen aufheben…

  1. Was hast Du in der rechten Hostentasche?
    Ein Loch, das einmal klein begonnen hat und nun der Hand unbeschränkten Zugriff auf das Bein gewährt.
  2. Das zwölfte Wort in der vorletzten Mail, die Du bekommen hast — wie heißt es und was sagt es über dich aus?
    Ich zähle die Spam, die administrativen Mails und die Newsletter mal nicht mit und nehme nur persönliche Mail. Das zwölfte Wort in der vorletzten, nicht automatisiert erzeugten, persönlichen Mail lautete „Hannover“ und es sagt über mich aus, dass ich einen Blog-Aggregator für hannöversche Blogger laufen lasse.
  3. Wärst du ein Limerick, welcher wärest du und warum?
    Ein Blogger geht entlang der Leine
    Und flucht über die ganzen Schweine
       Doch er bloggt nur recht viel
       Und hat weiter kein Ziel —
    So kommt er stets mit sich ins Reine.
  4. Welche Taste auf deiner Computertastatur magst Du am liebsten und warum?
    Es ist die Taste mit der Aufschrift „Entf“. Ich vergesse manchmal, dass es sich bei „Entf“ um eine Abk. handelt, denn die Abk. ist im Gegensatz zur Abk. „Abk.“ noch recht bequem und ohne Verrenkungen im Luftstromformungsapparat sprechbar, so dass ich immer beim Löschen eines Absatzes in meinem Geschreibsel oder beim Löschen der ganzen Spammails das Wort mitsprechen kann. ENTF! Ein Klang wie ein kurzer Fluch über einer ägyptischen Grabkammer, den man dem Entschwindenden im virtuellen Orkus hinterherklatscht, damit auch niemand mehr diese Gruft öffne. Entf, das ist Befreiung, das ist die Herrschaft über die Fluten des Nichtigen und Stinkenden. Nicht einmal die so daumenfreundliche Leertaste kann mit diesem im gewöhnlichen Tastaturlayout etwas abgelegenen Druckknopf und der von ihm ermöglichten Reinigung mithalten, aber die Leertaste ist mir auch lieb. Denn ich schreibe schon fürchterbar lange lange Sätze, aber ohnedieLeertastewärensienochübler.
  5. Kannst du aus dem Kopf beschreiben, wie ein Fliewatüüt aussieht?
    Das ist ein meist blaues blaues Fnork, das unten zwei klein anmutende Rädchen angeflantscht bekam, die kaum den Eindruck erwecken, dass sie das Fnork über die bunte Wiese voller Dronten- und Glyphenblumen tragen könnten. An der Unterseite — in billiger Ausführung aus Beton, in gehobener Ausstattung aus diamantgeschnitten Gneis — der krabbelvolle Sammelbehälter für Ameisen und die Verbreiungsanlage. Gefüllt ist das Fnork mit müdem Fluff, der zur Verbesserung der Funktion mit Süßstoff und Aluminiumkügelchen angereichert wurde. Obenauf die charakteristische Kuppel mit der Kamera, gleißgrünem Leuchtstoff, dem Subjektiv, dem Konjunktivierer, dem Atmosphärenkonverter, der dampfbetriebenen logischen Maschine, dem Syntaxverhunzer, dem elektrischen Achselschweißverdampfer und dem Einlagefach für die vierzehn Autobatterien. Ein Fliewatüüt hat eine Höhe von mindestens neun Metern und einen Umfang von zweiundneunzigeinhalb Zoll, doch da man es nur selten im Einsatz sieht, sind den meisten Menschen nur die ungleich handlicheren, etwa meterhohen Matchbox-Nachbildungen für Kinder vertraut.
  6. Welche Assoziation verbindest du mit dem Wort „beba“?
    Dass es im Zeitalter des Kommunismus so oft falsch als Бэба geschrieben wurde, so dass die korrekte Schreibweise für das sympathische Lippentier, nämlich ٻبا, inzwischen völlig in Vergessenheit geraten ist. Schade drum ists nicht, denn die Bebas haben sich ja inzwischen auch allesamt in Autophargie geübt. Was soll man auch sonst tun, wenn man nichts hat als ein riesen großes Lippenpaar?
  7. Beschreibe das vierte Kleidungsstück von rechts in deinem Kleiderschrank!
    Nun, mein heimloses Leben hat keinen Kleiderschrank, aber dafür einen mit zu viel Ruck gefüllten Rucksack — und da werde ich jetzt einfach von oben herauskramen und das vierte Kleidungsstück, das mir in die Hände kommt, beschreiben. Ah, da ist es ja auch schon. Es ist eine Unterhose, doppelripp, ehemals weiß, die mich mit ihrem Duft, ihren gelben Flecken im Bereich des Eingriffs und den unübersehbaren Bremsstreifen darum bittet, dass ich sie bei nächster Gelegenheit wasche. Ich hoffe, die Gelegenheit kommt bald.
  8. Wenn Du Dich zwischen einer Zwiebel, einem Eimer Wasser und einem Tintenkiller entscheiden müsstest, was würdest Du wählen?
    Ich würde nachfragen, ob ich nicht lieber einen Tanker voll Schlamm bekommen könnte.
  9. Schließe die Augen und nimm irgendetwas aus Deinem Mülleimer. Was ist es und warum hast Du es weggeworfen?
    Es ist ein Papiertaschentuch, triefefeucht vom Rotz, ein ganzes zerbrechliches Biotop auf einer Saugkraft, die sich für des Rotzes Masse als zu gering erwiesen hat. Es ist nicht mehr bestimmungsgemäß zu gebrauchen, würde bei der nächsten Druckreinigung meiner Nüstern einfach unter der Last des Luftstromes und der hervorgebrachten Schleimhaut reißen. Deshalb lag es auch im Müll, vereint mit der ganzen Kollektion obsoleter Notizen, kaputter Kugelschreiber und verworfenen Träume.
  10. Was steht auf der Rückseite Deiner Armbanduhr?
    Ich habe keine Tickpeitsche an meinem Arm und pflege es auch nicht, andere Handschellen zu tragen.
  11. So, jetzt rasch hier vergraben, das feine feine Stöckchen. Dieses wird bestimmt jemand ausgraben, ist es doch der schönste Stolperstock der letzten Monate. 😉

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