Hol das Stöckchen!

Freitag, 16. Oktober 2009

Ein ♥ für Blogs

Filed under: Stöckchen — Nachtwaechter @ 00:01
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Kein Stöckchen im eigentlichen Sinne ist die Aktion „Ein ♥ für Blogs“ vom Stylespion, aber doch verwandt genug mit der Idee des Stöckchens. Deshalb kann der Stöckchenvergraber auch kaum widerstehen.

Ein Herz für Blogs

Ich finde ja — so ganz persönlich — das beim Bloggen die Luft draußen ist, dass nach der Zeit der großartigen, persönlich geprägten Tagebücher jetzt eine Zeit des routinierten, pseudojournalistischen Schreibens angebrochen ist. Das ist schade, denn ich erkannte doch gerade gleißend deutlich, dass diese ganzen, subjektiv geprägten Blogs ein besseres Abbild der Wirklichkeit sind als alle diese nach scheinbarer Objektivität strebenden, meist p’litisch geprägten Werke, die zusammen mit werbevergällten Nullseiten über Titten, Medien und Technophilie das heutige Bild des Bloggens prägen, während die flotte Mitteilung des alltäglichen Lebensabriebes in irgendwelche Microblogging-Dienste verlagert wird und dort im schnatternden Gezwitscher und der drangvollen Kürze der Texte geradezu unhörbar wird. Deshalb werde ich hier bewusst jene Blogs aufführen, die bei mir eigentlich niemand erwartet, und die dennoch zu meiner einigermaßen regelmäßigen Lektüre gehören — fast alle sind stark persönlich geprägt.

Genug der Vorrede. Ich komme zum Schluss… 😉

Too Much Cookies Network
Nur echt mit dem falschen englischen Adverb „much“ — es müsste natürlich „Too Many Cookies“ heißen — liefert dieses viel zu selten befüllte Blog interessante Einblicke in die „Parallelgesellschaft“ der Muslime in der BRD, und zwar vor allem jene Aspekte, die in der reißerischen medialen Berichterstattung über irgendwelche Extremerscheinungen völlig untergehen. Ich lese den Omar schon seit Jahren, finde allerdings viel zu selten eine Gelegenheit, dieses großartige Blog mal in meinem eigenen Schreiben stärker zu würdigen.

Doktorsblog
Cyberpunk, die kalte Faszination großartiger, gerenderter Kunstwerke und immer wieder einmal Texte aus dem Herzen des digitalen Wahnsinns, der ein Leben formen kann — das geht nicht nur gegen den glattgebügelten, allzu unterhaltsamen, leicht konsumierbaren Begriff von Content, es ist in seiner Gesamtwirkung schlicht großartig. Und völlig unp’litisch…

Shàngdū
Oh nein, unpolitisch ist Kublai Khan nicht. Aber deswegen noch lange nicht „politisch korrekt“, sondern bitter, verletzlich und oft böse satirisch. Bei vielen eingebetteten Videos ist es allerdings erforderlich, Englisch verstehen zu können, damit es richtig wehtut. Jugendlichen, die sich vor deutlichen, deutschen Wörtern wie „Arschfick“ fürchten, muss allerdings vom Genuss abgeraten werden.

Monasteria Obscura
An sich kenne ich Nergal ja noch vom inzwischen verblichenen Internetradio „Toxic Apple“, aber dieses ebenfalls eher unregelmäßig gefüllte Blog mit dem ungefähren Themenbereich „Archäologie, Software, alltäglicher Wahnsinn und Musik“ sollte auch für viele Menschen interessant sein, die ihn niemals näher kennen gelernt haben.

Muschelschubserin
Es gibt da so ein paar Blogs in meiner Standardlektüre, bei denen ich gar nicht so genau weiß, warum ich sie lese. Mir fällt beim besten Willen keine vernünftige Rationalisierung dafür ein. Da ist nicht einmal ein Überschneiden der Lebensbereiche. Es muss sich um so eine völlig irrationale Gefühlssache handeln, um so ein plumpes, allzu menschlichen Hingezogenfühlen. Das ist nicht gerade eine häufige Selbstbeobachtung, die ich an mir in Sachen Internet machen kann, und gerade deshalb ist so etwas so wertvoll. Ohne das Blog der Muschelschubserin würde mir tatsächlich etwas fehlen…

Alles Psychos?
Ich bin nun wirklich kein Christ, aber ich habe in meinem trüben Leben genug Christentum mitbekommen, das sich „entschieden“ oder „biblisch“ nennt, aber in Wirklichkeit einfach nur alles ausblendet, was nicht in das eigene Bild von Gott und der Welt passen will. Vor allem habe ich immer wieder jene Opfer dieses Christentums erleben und aufrichten dürfen, die als psychisch kranke Menschen mit einer ans primitiv-magische Fastfood-Seelsorge behandelt wurden und nach dem Scheitern dieser Stümperei auch noch eine Schuld an ihrer eigenen Krankheit zugesprochen bekamen. Als ob ein Mensch gern krank wäre! Der letzte Selbstmord aus solchem Umfeld, der mich immer noch so fürchterlich mitnimmt, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann, ist mal gerade eine Woche her — und die einzige Reaktion, die ich von einem dieser Christen gehört habe, war die „Diagnose“ einer Besessenheit und die kalten Worte, dass S. jetzt in die Hölle kommt. Die reale Existenz psychischer Krankheiten ist hingegen ein Tabu ohnegleichen unter diesen Menschen. Von daher kann ich es gar nicht genug würdigen, wie Don Ralfo gegen dieses Tabu anschreibt — wenn ich auch nur selten Gelgenheit finde, es einmal mit einem angemessenen Link zur Geltung zu bringen.

Nackos Welt
Ach, so häufig, wenn ich ein Posting dieser sympathischen Schwuppe aus Berlin lese, bedaure ich, dass ich nicht selbst schwul bin — das wäre der richtige Partner für mich! Diese Kombination aus fast plumper, direkter Sprache und unverfälschter, reflektierender Menschlichkeit! Aber nach Berlin kriegten mich sowieso keine zehn Pferde mehr, ich hänge an meiner Seele…

Dichtheit & Wahrung
Ich lese dieses oft kurz angebundene, unregelmäßig gefüllte und großartige deutschsprachige Blog schon seit einer Zeit, in der es sich noch „Der Kutter“ nannte und mit der genialen Unterzeile „Verdrängung ist, was uns über Wasser hält“ daher kam. Wer kann denn sonst so deutlich ausdrücken, was die Stadt Hannover so besonders macht

Ich lese und höre oft das verunglimpfende Wort „Internetausdrucker“, wenn bestimmte Menschen aus der classe politique in ihrer ganz besonderen Inkompetenz getroffen werden sollen. Das Wort ist wirklich unpassend, weil darin mitschwingt, dass die Inhalte im Internet keines Ausdruckens würdig seien, dass sie geschrieben, aufgenommen und vergessen werden sollen. Damit stellen sich die Menschen, die im Internet so schreiben, selbst ihr intellektuelles Armutszeugnis aus, weil sie belegen, dass sie für eine große virtuelle Mülltonne schreiben. In den meisten hier verlinkten Blogs befinden sich immer wieder einmal Texte, die es völlig wert sind, niemals vergessen zu werden, weil sie ein echtes Dokument der Zeitgeschichte aus der Sicht heute lebender Menschen sind. Obwohl und gerade weil es sehr persönliche Texte sind, die eben deshalb ein genaueres Bild des gegenwärtigen Lebens zeichnen als alle pseudoobjektiven Versuche, die Techniken der Contentindustrie mit unzureichenden Mitteln nachzuäffen.

Was ich an Blogs liebe, dürfte klar geworden sein. Leider gerät es im heutigen Bloggen immer mehr in Vergessenheit.

Samstag, 10. Oktober 2009

Liebes-Stöckchen

Filed under: Stöckchen — Nachtwaechter @ 23:02

Das ist schon seltsam mit den Stöckchen. Monatelang liegt kaum eines auf dem Weg durch die Ödnisse der virtuellen Welt herum, und dann stolpert man auf einmal wieder regelmäßig darüber. Zum Beispiel über so ein Liebes-Stöckchen beim Roten Blog.

Na, denn wollen wir mal. Nein, nicht lieben, sondern stöcken.

  1. Wie oft warst du schon verliebt
    Was für eine romantische Frage! Wird die Liebe denn schöner, wenn sie zählbar wird? Ich weiß es nicht, ich zähle gar nichts. Aber ich weiß, dass es nur sehr selten war, und dass es durchgehend unglücklich und leidvoll war.
  2. Bist du homo oder hetero?
    Manchmal weiß ich ja gar nicht mehr so genau, ob ich noch Männlein oder Weiblein bin. Aber ich glaube, dass ich Männlein und Hete bin.
  3. Aussehen oder Charakter?
    Natürlich schreibe ich da spontan „Charakter“, ich muss ja etwas für meinen Selbstbetrug und meine Überheblichkeit tun. Aber die einfache Kombination von Niedlich und Dreckig drängt die höheren Bewusstseinsfunktionen zurück.
  4. Bist Du mit deiner großen Liebe zusammen?
    Ja, ich bin mit mir zusammen.
  5. Wolltest Du schon einmal wegen Liebeskummer sterben?
    Ja, ich habe viel Kummer mit mir. Aber die Hand tröstet.
  6. Was ist für Dich das Wichtigste in einer Beziehung?
    Eine so große Ehrlichkeit, dass auf diesen bürgerlichen Bullshit wie „Treue“ und dieses ständige Aufeinanderhocken und Sich-gegenseitig-Überwachen verzichtet werden kann.
  7. Darf Dein Partner fremdgehen?
    Ich habe keinen. Aber wenn ich einen hätte, wäre mir Ehrlichkeit wichtiger als die Illusion der Treue, allein schon wegen dieser neckischen HI-Viren. Was Menschen im Leben zusammenhält, ist mehr als das bisschen Sex.
  8. Möchtest oder hast Du Kinder?
    Ich habe keine, und solange sich die gegenwärtigen Bedingungen, unter denen Menschen „leben“ müssen, nicht grundlegend ändern, will ich auch keine.
  9. Was ist das Verrückteste, was Du je im Rausche der Verliebtheit angestellt hast?
    Über ein bürgerliches Leben nachzudenken.
  10. Bist Du aktuell verliebt?
    Wie immer unglücklich und nach Monaten der Enttäuschung (die ja immer eine Täuschung voraussetzt) flaut der Wahnsinn wieder ab.
  11. Eroberst Du, oder lässt Du Dich erobern?
    Das klingt ja fast schon wie Krieg…
  12. Hast Du einen Fetisch?
    Aber natürlich.
  13. Willst Du heiraten?
    Nein, denn ich halte nichts davon, das gegenseitige Vertrauen durch einen Vertrag und ein Ritual zu ersetzen. Das Konzept des Eheringes und das Konzept der Handschelle ist verblüffend ähnlich.
  14. Was darf Dein Partner auf keinen Fall?
    Fernsehen. Jedenfalls nicht in dieser stumpfen, sedierenden Weise, in der man es hier zu tun pflegt. Aber wer das tut, hat eh nichts mit mir zu tun.
  15. Wie sollte der Charakter Deines Partners aussehen?
    Nicht wie der Charakter eines Hundes.
  16. Schon Sex im Freien gehabt?
    Ja.
  17. Wo hast Du Deinen Partner kennengelernt?
    Alle im saugenden Chaos eines gescheiterten, aussichtslosen Lebens.
  18. Backe Dir einen Partner? Wie sieht er oder sie aus?
    Sie ist nicht zu knusprig, sehr süß und mit buntem Zuckerguß oder Kuvertüre übergossen. Darüber reichlich bunte Streusel.
  19. Ist Dir Geld wichtig?
    Nein. Aber leider ist Frauen nichts anderes wichtig.
  20. Das außergewöhnlichste Sexerlebnis
    Das erste, verkrampfte, fast automatisch ablaufende Geschehen in einer völlig unerwarteten Situation.
  21. Wie findest Du es, wenn sich Omi oder Opi, siebzig Jahre alt, neu verlieben und auch Sex haben?
    Sympathisch und lebendig.
  22. Großer Altersunterschied?
    Ist mir auch schon vorgekommen.
  23. Sex vor der Ehe?
    Wann denn sonst?!
  24. Liebe und Partnerschaft auch ohne Sex?
    Kann sehr entspannend sein, aber ich bin froh über meine Hände.
  25. Pupsen erlaubt? *g*
    Wie, soll ich jemanden seine Körperfunktionen und ihr lustvolles Erleben verbieten?
  26. Bäuerchen auch?
    Aber klar doch. Und von mir aus noch ganz andere Dinge, die man im menschlichen Miteinander unter dem Diktat der so genannten „Höflichkeit“ immer unterdrücken muss, damit man auch ja im Alltag vergisst, dass man ein Mensch ist.
  27. Essen gehen oder gemütlich zu Hause futtern?
    Ach, kommt mir bloß nicht mit Essen und diesem ganzen Komplex, der an diesem an sich harmlosen Thema hängt. Ist doch egal, wo man sich den Bauch mit ein wenig Matsch vollmacht.
  28. In was verliebst Du dich, außer in Menschen?
    In vollmechanische Geldspielgeräte aus der BRD der Fünfziger Jahre und dergleichen Absurditäten mehr.
  29. Fallen Dir Trennungen sehr schwer?
    Das kommt darauf an, was der Trennung vorausging. Wenn vor der Trennung ein wochen- oder monatelanger Prozess der gegenseitigen Entfremdung oder Abstumpfung lag, denn ist die Trennung folgerichtig und gar nicht recht überraschend. Aber dieses Trennen wie aus heiterem Himmel, das ist fast wie ein Todesfall und löst ähnliche Gefühle aus.
  30. Wo möchtest Du mit Deinem Partner leben?
    Überall, wo das Leben seinen Wert nicht ausschließlich durch wirtschaftliche Verwertbarkeit bekommt — also zurzeit nicht auf der Erde.

Wer graben mag, der grabe aus!

Sieben geheimnisvolle Tatsachen

Ach, lange nicht mehr über ein Stöckchen gestolpert, aber jetzt liegt eines beim Lordy im Weg, das mich dazu auffordert, sieben Dinge über mich zu erzählen, die anderen noch neu sind. Na, Dinge über mich selbst erzähle ich ja gern, deshalb blogge ich auch Stöckchen. Also auf gehts.

  1. Ich habe eigentlich keine Lust mehr zum Bloggen
    Nach vielen Jahren, die ich im Internet an allen möglichen Stellen rumgeschrieben habe, überwiegt das Gefühl, dass ich alles schon geschrieben hätte, dass ich mich ständig nur noch wiederhole. An dem, was ich beschreibe, hat sich so gar nichts verändert, und noch immer geht das Sterben und das Schweigen weiter. Schon damals, als ich wegen ständiger juristischer Anfeindungen durch irgendwelche lichtscheuen Gestalten aus dem Dunstkreis des hannöverschen Ihme-Zentrums (das kein Linden-Park ist) die ursprüngliche Domain für „Lumières dans la nuit“ aufgab, um einen krebskranken Freund zu schützen, der mir die Domain zur Verfügung stellte, war mir das Bloggen zuwider. Es hat seitdem einfach Schaden genommen, den gleichen Schaden wie mein marginalisiertes Leben. Wenn man den großen Textausstoß meines gegenwärtigen Bloggens betrachtet, möchte man das vielleicht gar nicht glauben, aber ich habe einfach einen lähmenden Mangel an Motivation zum Weiterschreiben.
  2. Ich feiere keine Geburtstage
    Weder mein eigener Geburtstag noch der Geburtstag eines anderen Menschen ist mir ein Grund zum Feiern. Ich bin sehr tief davon überzeugt, dass es im Leben eines Menschen wichtigere, feiernswürdigere Anlässe als die Passivität der eigenen Geburt geben sollte, und ich sehe im Unsinn der Geburtstagsfeier ein Spiegelbild des Unsinns der Astrologie. Der Tag, den ich für mich persönlich feiere, ist jener Wendepunkt in meinem Leben, der mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin — es ist ein Tag, den ich liebe und den ich hasse und der frei von jeder Passivität ist.
  3. Ich denke gerade über meinen Freitod nach
    Nach so vielen Jahren des Nichts ist es Zeit für das richtige Nichts, und noch einen Winter will ich nicht durchstehen. Ich wäre schon letztes Jahr beinahe durch Erfrieren verreckt, und jetzt fängt die Scheißkälte schon wieder an.
  4. Ich hasse das Web 2.0
    Immer wieder frage ich mich, was die Leute an diesem Haufen Unfug so irrsinnig toll finden, den man in Reklamesprache (also in der Kommunikation eines inhaltlichen Vakuums) als Web 2.0 bezeichnet. Und ich frage mich auch immer wieder, wieso Menschen mit einem wirklichen Leben so infantil begeistert von reinen technischen Spielereien sind, dass sie damit eine nennenswerte Zeit ihres Lebens verbringen. Das Medium Internet lebt nicht von den technischen Spielereien, sondern davon, dass Menschen über die verfügbare Technik Inhalte austauschen, echte, menschliche Inhalte. Wessen Hirn noch über eine nennenswerte Durchblutung verfügt, der kann sich gern in einer halben Stunde MySpace, Facebook oder auch (neuester und sinnlosester Hype) Twitter davon überzeugen, dass die Inhalte längst hinter technischen Selbstzwecken zurückgetreten sind. Da kann ich mir auch Testbilder anschauen.
  5. Ich wollte eigentlich ein kleines Blahblog
    Als ich damals mit dem Blahblog anfing, sollte es ein kleines, eher internes Blog für kurze Mitteilungen sein, und ich hätte niemals geglaubt, dass sich viele Menschen für dieses Blog interessieren könnten. Es ging mir eher um eine Plattform für die vielen Dinge, die damals in „Lumières dans la nuit“ in langen Offtopic-Threads diskutiert wurden. Niemals habe ich daran gedacht, solchen Austausch zu unterbinden, denn er ist der Sinn der vernetzten Computer. Also habe ich eine kleine Plattform dafür geschaffen. Ein klassisches Webforum wollte ich vermeiden, weil dies doch einen Admin-Aufwand mit sich bringt, den ich als Obdachloser mit unregelmäßigem Zugang zum Internet oft nicht leisten kann. Also machte ich eben ein weiteres Blog, und ich gab einigen Lesern auch die Möglichkeit, dort zu posten — das Design ist auch vorsätzlich zum schnellen, kurzen Bloggen gemacht. Niemals hätte ich gedacht, dass das Konzept eines „Blah-Blogs“ so viel Aufmerksamkeit findet. Ich war ja schon stolz auf die dreihundert bis fünfhundert täglichen Leser, die ich damals auf „Lumières dans la nuit“ hatte, und die nach meinem unverlinkten Exilgang wohl niemals wiederkommen werden. Inzwischen zieht dieses Blahblog an einem schlechten Tag zweitausend Besucher, die sich diese Kürzsttexte in einer Linkschleuder anschauen, und ein als klein gedachtes Blog verursacht den größten Teil des Traffics auf dem Server. Mir graut es jetzt schon vor dem vorhersehbaren Tag, an dem ich es einstellen muss, weil ich durch systematischen Rechtsmissbrauch und Geldherrschaft in der BRD dazu genötigt werde.
  6. Mira ist nicht meine Freundin
    Auch, wenn dies nach einem kryptischen Blogeintrag Miras vereinzelt auf Twitter geklatscht wurde, ist Mira keine Freundin von mir. Wir machen nur zusammen die White Darkness, mehr nicht — und manchmal brennt es eben lichterloh bei dem einen oder anderen, der dort mitmacht. Ich habe nichts „zum Liebhaben“, außer vielleicht dieses kleine Spielzeug zwischen meinen Beinen, das ich gelegentlich im Handbetrieb stimuliere. In meinem Liebesleben ist seit Jahren ewiger Herbst. Und Frauen interessieren sich in der Regel nur für Geld. Aber wirklich. Nur.
  7. Ich habe Hämorrhoiden
    Nur, um hier noch eine wirklich niemals erwähnte, unbekannte und völlig unwichtige Tatsache in die Liste aufzunehmen.

Wie üblich wird das geklaute Stöckchen nicht geworfen, sondern hier vergraben — wer mag, grabe es aus.

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