Hol das Stöckchen!

Sonntag, 19. April 2009

Stöckchen gemopst

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 03:21

Wer ein Stöckchen einfach so mopst, darf sich nicht wundern, wenn es ihn gleich wieder gezogen wird…

1. Wo wärst Du gerade gern für einen Tag?
Überall, wo der Wert eines Menschen nicht nach seiner wirtschaftlichen Verwertbarkeit bemessen wird.

2. Welches Gericht isst Du gerade am liebsten?
Pellkartoffel mit einem Stück Butter.

3. Welches Lied, welche CD, hörst Du im Moment sehr häufig?
Eine Zusammenstellung „beswingter“ Musik aus meiner Jugend.

4. Welche Sendung im TV möchtest Du momentan nicht missen?
Das Testbild. Es wird aber leider nicht mehr gesendet.

5. Welchen Lieblingswein hast Du gerade?
Wasser.

6. Hast Du eine Lieblingsüßigkeit?
Lakritz.

7. Welches Lebensmittel kaufst Du fast täglich?
Gar keins. Aber ich gehe fast jeden Werktag auf einen Hinterhof, in dem eine Mülltonne steht, in der eine Bäckerei das verklappt, was sie den Menschen nicht einfach schenken mag. Früher sah man dort nur meinesgleichen, aber inzwischen sind dort auch immer mehr Rentner und Studenten anzutreffen, die sich ihr Brot und manchmal etwas angetrocknetes Gebäck aus dem Müll ziehen müssen.

Mittwoch, 15. April 2009

Vollende den Satz

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 03:42

Huch, was für eine Seltenheit, dass man beim Frank Helmschrott über ein Stöckchen stolpert. Das muss ich doch gleich einstecken, um es hier zu vergraben…

Vollende den Satz

Das Leben ist…
in seinen Erscheinungsformen plump und organisch.

Sterben müssen heißt…
das plumpe und organische Leben würdigen sollen.

Menschen können…
einem ganz schön auf den Senkel gehen.

Menschen sollten…
regelmäßig Bandaufnahmen ihres eigenen Geschwätzes hören.

Die Welt braucht…
mehr Wärme.

Das Wichtige im Leben ist…
sich niemals von der Angst beherrschen zu lassen und niemals den Humor zu verlieren.

Unwichtig ist…
fast alles, was man im Affekt wichtig nimmt.

Vergangenheit ist…
der Stempel, der der Gegenwart aufgedrückt ist, hart und faktisch und unerbittlich.

Zukunft bedeutet…
für den Gegenwärtigen und Vorübergehenden nichts.

Zeit ist…
etwas, das durch das Tragen von Uhren und das ständige Reden von Terminen aufgegessen wird.

Liebe ist…
ein Wort, das beim Sprechen auf den Boden, in den Dreck fällt; ein emotionales Falschgeld, trefflich zum Bewerben von Eisherzen und Herzdosen geeignet; etwas, das ich niemals einem geschätzten Gefährten gegenüber in den Mund zu nehmen wagte.

Freunde haben ist…
ein verbreiteter Mangel unter den Menschen.

Glück ist…
trotz allem Lebensschaden zu wissen, das alles Existierende in reiner Lust erscheint.

Gefühle sind…
ein Sandkasten für jene, die in der Psyche der Menschen herumspielen.

Konflikte bedeuten…
sinnlosen Kampf.

Hoffnung ist…
vollständig aufzugeben!

Glauben können ist…
für den Verblendeten nichts anderes als Hoffen, für den Wissenden nichts anderes als Wissen.

Träume sind…
eine psychische Reaktion, mit der der Schlafzustand aufrecht erhalten werden soll.

Visionen sind…
eine psychische Reaktion, mit der die Aufmerksamkeit von der gebieterischen Wirklichkeit abgezogen werden soll.

Veränderung bedeutet…
nichts, denn es gibt keine Veränderung und es gibt nur Veränderung.

Stagnation bedeutet…
nichts, denn es gibt keine Stagnation und nur Stagnation.

Ich brauche…
ausreichend Worte, um niemals unbewaffnet im gleißenden Wahn des gegenwärtigen gesellschaftlichen Prozesses zu stehen.

Angst habe ich vor…
diesen Menschen, die jeden Frieden hassen; die jede Psyche eines Mitmenschen wie mit einer Abtastnadel untersuchen, nur um die schmerzen Stellen zu finden und bei Bedarf zu nutzen; die wie Vampire sind, selbst nichts hervorbringen und nur von der psychischen Energie ihrer Mitmenschen leben und jeder Seele jede Kraft rauben können.

Mut bedeutet…
sein eigenes Erkennen zu überprüfen und bei erfolgreicher Prüfung danach zu handeln, auch wenn die ganze Welt zu widersprechen scheint.

Das Allerschwerste ist…
besonnen und ruhig zu bleiben, wenn die Forderung nach einem immer weiter beschleunigten Leben an einen herangetragen wird.

Es ist so leicht…
zu vergessen.

Verlieren bedeutet…
etwas nicht mehr zu haben und sich mit dieser grimmigen Tatsache abfinden zu müssen.

Gewinnen heißt…
zu erkennen, was heiter und kampflos vor einem liegt.

Perfekt sein bedeutet…
tot zu sein.

Versagen bedeutet…
seine Ansprüche und Pläne nicht an den Tatsachen des eigenen Seins ausgerichtet zu haben.

Verlust ist…
ein zum Substantiv gewordenes Verlieren, das aber keine weitere Substanz hat.

Schmerz ist…
der Hinweis, dass etwas nicht stimmt.

Arbeiten bedeutet…
arm und abhängig zu sein.

Geld bedeutet…
dass man Menschen und Dinge kaufen kann.

Leistung ist…
eine Forderung, dass man mit seiner Mühe die Bedürfnisse anderer Menschen möglichst zuverlässig und kalkulierbar erfüllen soll, deshalb auch die sprachliche Anleihe aus der Physik.

Stärke ist…
ein genaues Wissen um das, was man kann und ein genaues Wissen um das, was man nicht kann.

Phantasie kann…
in den Irrsinn treiben, wenn sie als Ersatzwelt und Ersatzleben in Anspruch genommen wird.

Kreativität ist…
das, was entsteht, wenn man die Welt nicht einfach hinnimmt und konsumiert, sondern mit seinen Möglichkeiten zu gestalten versucht.

Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen…
haben den Beruf als Mensch verfehlt und sollten besser Gott werden — und zwar nach Möglichkeit in einem komplett eigenen Universum.

Gesundheit für meine Lieben…
gibt es nicht, da die Armut keine Gesundheit kennt.

Gerechtigkeit…
ist das, was durch das Recht verhindert werden soll.

(Noch) Unerreichbares…
kann erreichbar werden, wenn man heiter seines Weges als Vorübergehender zieht.

Mein Gefühlsleben…
ist ein trüber Novembertag.

Donnerstag, 2. April 2009

Aprilscherz-Stöckchen

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 00:01

Was waren eure Aprilscherze im Jahr 2009?

Ich habe in zwei meiner Websites ein vorübergehendes Defacement programmiert, dass den ganzen ersten April lang stehen bleibt und mal zeigt, wie das Internet in Zukunft aussehen könnte.

Das Blah-Blog wurde (natürlich nicht) von Ursula von der Leyen gesperrt, weil dort immer wieder die Idee kritisiert wurde, Kinderpornografie durch Internet-Zensur zu bekämpfen:

Aprilscherz im Blah-Blog

Und die Website der Künstlervereinigung White Darkness wurde gleich von der Bundespolizei gesperrt, weil es sich um eine terroristische Tarnorganisation handelt:

Aprilscherz: White Darkness von der Bundespolizei gesperrt

Der Titelbereich mit Hubschrauber und kurzen Spruch zu den Aufgaben des BMI ist übrigens von der originalen Website genommen — nur das Hoheitszeichen habe ich etwas bearbeitet… 😉

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