Hol das Stöckchen!

Sonntag, 15. März 2009

Was-gebraucht-wird-Stöckchen

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 04:42

Das ist genau das richtige Stöckchen für jemanden, der nicht allzu viel schreiben will und dennoch einen lustigen Text in sein Blog bekommen möchte.

Gib einfach in Google „<Dein Vorname> braucht“ ein und poste die ersten zehn Treffer, in denen der Text auch vorkommt. Natürlich solltest du <Dein Vorname> durch deinen Vornamen ersetzen… 😉

(Ich kann natürlich der Versuchung nicht widerstehen, doch ein paar Worte dazu zu schreiben. Das brauche ich. Das braucht aber niemand nachzumachen…)

  1. Elias braucht manchmal nachts nicht gefüttert werden…
    Stimmt, manchmal schlafe ich nachts.
  2. Elias braucht ne grössere…
    Wenn das „Aussicht auf ein menschenwürdiges Leben folgte“, würde ich ja zustimmen. Aber kaufen brauche ich mir nichts.
  3. Elias braucht den Schnulli zum Einschlafen…
    Also ich nenne das Ding „Zigarette“.
  4. Elias braucht beides, den von schlechten Erfahrungen belehrten Skeptizismus…
    Und den von Enttäuschungen zurechtgestutzten, ausgelernten Optimismus.
  5. Elias braucht aber dieses frühe Licht nicht…
    Stimmt, von mir aus könnte es besser abends lange hell bleiben, ich bin doch eher ein Morgenmuffel.
  6. Elias braucht rund um die Uhr Betreuung und Aufsicht…
    Nee, das hatte ich schon.
  7. Elias braucht sie auch nicht mehr so…
    Das beruht auf Gegenseitigkeit.
  8. Elias braucht vor allem immer eines: einen strikt geregelten Tagesablauf…
    Genau, ab zur Bundeswehr! Die wollten aber damals nicht so einen Anarchisten wie mich, der seine ganze Bude zur Aufruhr reizt.
  9. Elias braucht sie nur noch nachts…
    Ja, so könnte ich mir ihr vielleicht besser klarkommen.
  10. Elias braucht es nicht…
    Aber so betrachtet, bleibe ich des Nachts doch lieber allein.
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Dienstag, 10. März 2009

Ich übernehm denn mal von Schnuppe73…

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 22:42

…denn eine besserer Titel für das dort unter „Ich übernehm dann mal JLa´s Stöckchen“ angelegte Stöckchen will mir beim besten Willen nicht einfallen. 😉

Wie alt wirst Du in drei Monaten sein?
Dreiundvierzig Jahre, zwei Monate und dreißig Tage.

Was ist zurzeit Dein Klingelton?
Das wohltuende Schweigen eines nicht vorhandenen Telefones.

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?
Obwohl in schon in vielen Städten war und Jahre meines Seins dort zwischen Krach und Gestank absolvierte — gelebt habe ich noch in keiner.

Was ist Deine Lieblingseiscreme?
Eine Salzstange.

Hast Du eine bestimmte Art und Weise, wie Du im Bett schläfst?
Ich schaue mir in der Regel nicht beim Schlafen zu, und ich schlafe nur selten in einem Bett. Aber wenn ich schlafen will, dann stelle ich einen Zustand her, der überdeutlich an jenen ersten Zustand meines Seins erinnert, den ich im Bauch meiner Erzeugerin erfuhr: dunkel, warm und reizarm. Dazu passt auch die Schlafstellung, die ich beobachte, wenn mein Bewusstsein den schlafenden Körper verlässt: auf der Seite liegend, eingerollt wie ein Fötus. Der Mensch ist seines Lebens froh — gewöhnlich nur als Embryo.

Bist Du eine laute Person?
Nur wenn ich schreie oder Musik mache.

Was hörst Du gerade?
Eine überlaute Glotze in einem Zimmer neben mir, irgendetwas mit Ärzten und Nonnen und affektiert labernden Menschen und ganz viel Psychogeklimper, die gewöhnliche Geiststumpfung im staatlichen Fernsehen der BRD. Das übertönt die brummende Straße, die das Haus zittern lässt, und das soll es wohl auch.

Kannst Du Poker?
Ja. Aber ich bevorzuge C++.

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Namen mit „D“ anfängt?
Nein. Ich küsse nicht.

Würdest Du deine Nase piercen lassen?
Wozu? Die hat doch schon zwei Löcher, die ihren Zweck meistens gut erfüllen.

Bist Du neugierig?
Ja, meinen behaarten Vorfahren sei es gedankt.

Kennst Du eine, die schwanger ist?
Nein. Aber ich kenne etliche, die genug Verantwortung empfinden, um kein Kind mehr in diese Welt zu setzen.

Letzter Film, den Du gesehen hast?
Ich kann mich nicht mehr erinnern, so lange ist es her.

Ist es in der Regel einfach für andere, Dich zum Lachen zu bringen?
Ja, sie brauchen einfach nur ihr krampfhaftes Sein durch ihr Leben zu schleppen. Der Herrgott hat so einen großen Zoo!

Was hast Du zuletzt in Deinen Mund geschoben?
Eine Salzstange.

Wer hat zuletzt für Dich gekocht?
C.

Wer hat Dich zuletzt angerufen?
Da ich jetzt das siebte Jahr ohne Telefon lebe, weiß ich es nicht mehr. Frag mich lieber, wer mich zuletzt angemailt hat. Das war ein Arschloch, das mir für mein Blog, dass ich demnächst schließen werde, einen Linktausch vorgeschlagen hat, um sich in den Suchmaschinen nach oben zu bringen.

Liest Du den Sportteil in der Zeitung?
Nein, genau so wenig wie irgendeinen anderen Teil. Ich habe schöneres mit meiner Zeit zu tun, als mir die Lügen der Milliardärspresse in den Kopf zu schieben.

Was für Bilder hängen in Deinem Zimmer?
Ohne Zimmer gibt es keine Bilder, die im Zimmer hängen.

Letztes Buch, was Du gelesen hast?
Ein Lehrbuch der französischen Grammatik aus den Fünfziger Jahren.

Irgendwas, was Du heute zum ersten Mal realisiert hast?
Dass man nicht mehr vom „bewusstwerden“, sondern denglisch vom „realisieren“ spricht. Aber Ernst bei Seite, ich habe heute zum ersten Mal bemerkt, dass im Voynich-Manuskript ungewöhnliche Wörter gehäuft auftreten, wenn der fließende Text von einer gezeichneten Pflanze durchbrochen wird, habe diese Erscheinung aber noch nicht genau genug gefasst, dass ich sie näher untersuchen kann.

Wie siehst Du aus? Wie die Mama oder wie der Papa?
Ich kenne die beiden nicht.

Wenn Du für den Rest Deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu Dir nehmen dürftest, welches wäre das?
Kaltes, klares Wasser.

Was liegt rechts neben Dir?
Die Maus, zu der ich so selten greife.

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?
Aber klar doch, und meistens war es ein bisschen zu kühl und zu nass für mein Empfinden.

Montag, 2. März 2009

Heute-Stöckchen

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 03:50

Wer sich schlicht „Hier und Jetzt“ nennt, darf auch Heute-Stöckchen in die Lüfte werfen. Das schnappe ich doch gleich mal weg…

Tagesphilosophie:
Das Leben stinkt!

Wetter:
6 Grad Celsius bei 87 Prozent Luftfeuchtigkeit und einem Luftdruck von 1008 Hektopascal. Der Wind kommt mit 7 Kilometern in der Stunde aus Süd-Süd-Ost und trägt doch nicht den Gestank des Lebens hinfort, da dieser vom Winde nicht verweht werden kann. In einer Höhe von 914 Metern hängt eine träge dahintreibende, durchbrochene Bewölkung am Nachtegrau des Himmels, und immer, wenn der Mond kurz durch eine Lücke das Treiben auf Erden betrachtet, zieht er sich ganz schnell wieder eine Wolke drüber. Noch ein paar Stunden, und die ersten Vögel fangen wieder an, diese depperten Quietschen!

Laune:
Wirklich mies.

Gesundheit:
Ich war lange nicht bei einem Wartungsarbeiter für meinen Körper und weiß von daher nicht, was der sagen würde. In den Fingerspitzen oft ein taubes Gefühl, seit ich fast erfroren wäre. Die Beine und der Rücken ein Inferno des Schmerzes, und der Kopf erstmal. Es ist so ein großer Kopf, da passt so viel Schmerz hinein.

Appetit auf:
Eine Badewanne voller Nudeln.

Durst:
Eine Leitung voller Wasser.

TV:
Keine Tele-Visionen, nur nahe Visionen. Ich bestehe immer noch auf dem Recht, meine eigenen Halluzinationen zu haben.

Musik:
Ein Lüfter und das Klappern der Tasten in der Nacht, durch die widerwilligen Mauern dringen die klingenden Fetzen der Straße. Ein Martinshorn weckt Hoffnung auf den Weltenbrand, aber es ist wohl wieder nur ein medizinischer Notfall. Die nahe U-Bahn lässt diesen Teil der Stadt bei jeder Vorbeifahrt vibrieren. Dazu als Lead-Stimme das satte, inbrünstige Schweigen der Wand.

Beschäftigung:
Stöckchen aufsammeln und in diesem Blog vergraben. Einfach so, um nicht völlig zu verzweifeln.

Outfit:
Dreckige Jeans in Verbrauchtblau, stinkende Unterhose in schwer identifizierbarem Farbton, ausgewaschenes, aber duftneutrales T-Shirt in einem Grau, das damals einmal Schwarz sein wollte. Die Socken kamen von Ferne hinzu, sie sind noch sauber und in ihrem fusseligen Schwarz erkennbar, aber das wird sich ändern. Unter dem Dreck ist noch ein Unterhemd verborgen, das in seinem fleckenlosen, gleißegrellen Weiß geradezu obszön wirkt.

Frisur:
Die Handvoll nicht abrasierter Haare, dieser Schopf, der aussieht, als wollte ich mich selbst daran aus dem Sumpf ziehen, diese Handvoll Haare hängt dort auf des Kopfes Kuppel, wo sie will. Das ist gut. Denn da bleibt sie auch von alleine hängen.

Libido:
Das Problem sind die Frauen. Die Lösung ist die Hand.

Buch:
Cours de Langue et de Civilisation Françaises — ich muss weg hier!

Person des Tages:
Thomas Abraham

Grüße:
Ein sanft durch das Nichts hallender Gruß geht an alle, deren Stimmen zum Verstummen verurteilt sind. Ich komme hinzu, und ich komme mit Hass und mit Waffen. Wer mir die Worte nimmt, lässt mir nur noch die Faust.

Auch ich lege diesen Stock mitten in der Luft ab, wo er fröhlich über die Gravitation glucksert und einfach stehen bleibt. Wer mag, der darf das ungehaltene Stöckchen greifen. Nieder mit der Schwerkraft, es lebe der Leichtsinn!

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