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Samstag, 23. Februar 2008

Fünf Gründe, warum ich mit WordPress blogge

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 21:14

Ausgegrabenes Stöckchen von WordPress Deutschland, aber gefunden dank Talkpress

1. Aus Gewohnheit

Als ich mich vor einigen Jahren für ein kleines Projekt nach einem Blogsystem umschaute, habe ich mir einige in lokaler Installation angeschaut. Damals hat mich die sehr übersichtliche Benutzerschnittstelle von WordPress 1.5 am meisten angesprochen. Ich habe zwar einen mittleren Schock bekommen, als ich einen ersten Blick in die gar nicht so ansprechenden Quelltexte warf, mich dann aber damit getröstet, dass es doch eine recht große Anwendergemeinde ist, die diesen Moloch schon fehlerfrei kriegen wird. Hat man sich erst einmal an diese Benutzerschnittstelle gewöhnt, findet man jedes andere Blogsystem unübersichtlich. (Das gilt auch für s9y, das mich persönlich gar nicht überzeugen kann.)

Ein Blogsystem, dass zu einer echten Alternative zu WordPress werden will, braucht eine übersichtliche Administration. Schade nur, dass diese echte Stärke von WordPress gerade von den Entwicklern verschandelt wird.

2.  Aus Gewohnheit

Kaum hatte ich mein kleines Projekt fertig, fing ich damit an, ein größeres Projekt mit WordPress zu machen, das aber zunächst als kleine Ergänzung meiner damaligen Homepage begann. Ich hätte niemals gedacht, dass so ein einfaches Prinzip und in meinen Augen schwer navigierbares Prinzip wie ein Weblog so große Akzeptanz bei den Lesern findet, und bald wurde dieses klein begonnene Projekt recht groß. Ich lernte dabei nach und nach, was man tun sollte und was man lassen sollte, vor allem aber lernte ich das Schreiben eigener Themes und Plugins. Obwohl gerade das Schreiben eines Themes in WordPress wirklich etwas umständlich ist, geht es mir inzwischen sehr leicht von der Hand.

Den Ansatz, eine eher minimale Basisfunktionalität anzubieten, die mit Plugins individuell angepasst werden kann, finde ich bis heute gut. Schade nur, dass WordPress inzwischen alles andere als minimal geworden ist, es ist zu einer richtigen Bloatware verkommen.

3. Aus Gewohnheit

Auf einmal stand ich vor der Aufgabe, eine Homepage für ein Internet-Radio zu entwerfen, da wir die alte nicht mehr benutzen konnten. Nachdem ich zusammen mit jemanden anderes etliche komplexe CMS angeschaut hatte, mussten wir feststellen, dass alle diese Lösungen nicht für die flotte Mitteilung eines DJs (oft ohne technische Kenntnisse) taugten. Aber für einen kompletten Eigenbau hatten wir einfach nicht die Zeit — und ein hingepfuschtes Machwerk kam gar nicht in Frage. Da schlug ich in einem Anfall geistiger Umnachtung vor, dass man vielleicht einfach ein Blogsystem ein bisschen anpasst, und natürlich war ich bereits an WordPress gewohnt. Da ich der einzige Mensch in diesem Laden mit hinreichenden PHP- und SQL-Kenntnissen war, lag die ganze Arbeit (neben der Administration eines Stream-Servers) natürlich bei mir. Und ich war schon WordPress gewohnt. So baute ich meine erste richtige Homepage mit einem WordPress als Kern, wobei ich wesentliche Erweiterungen (Sendeplan, Titelanzeige etc.) über die Plugin-Schnittstelle und das Plugin ExecPHP realisierte.

Das Ergebnis war, dass die neuen Möglichkeiten von den DJs wesentlich besser angenommen wurden als das vorher bestehende System, es kam zu einer weiteren Kommunikationsebene. Schade, dass dieses Webradio zurzeit dennoch in den letzten Zügen liegt. (Deshalb wird es hier auch nicht mehr verlinkt.)

Ein Blogsystem,  das eine Alternative zu WordPress werden will, muss über eine vergleichbare Flexibilität verfügen. Ein fortgeschrittener Benutzer muss befähigt sein, beinahe alles daraus zu basteln, ohne in den Kern einzugreifen, damit die Updates des Kernsystemes nicht zu einem Glücksspiel werden.

4. Aus Gewohnheit

Eines meiner ursprünglichen Projekte und meine Homepage habe ich aus politischen Gründen eingestellt. Dennoch wollte ich einige Glanzstücke meines Schreibens weiterhin im Internet halten.

Da fand ich WordPress.com, wo mir sofort eine gewohnte Umgebung zur Verfügung gestellt wurde. Und das völlig werbefrei und mit einem Support, der viel besser ist, als ich jemals erwartet hätte. (Natürlich musste ich meine Anfragen bei den drei Fehlern, die ich bislang hier erlebte, in Englisch schreiben.)

5. Aus Gewohnheit

Natürlich blieb es nicht bei der einen größeren Homepage, die auf einem WordPress basiert. Kaum hatte ich mich an WordPress und seine Möglichkeiten so richtig gewöhnt, gab es ein weiteres Problem. Die Homepage der hannöverschen Künstervereinung „White Darkness“ basierte damals noch auf Joomla, was wirklich kein schlechtes System ist. Aber für jemanden, der einfach nur schnell eine Meldung bringen will, war die Schnittstelle von Joomla eine Überforderung. Deshalb strickte ich eine neue Homepage auf Grundlage von WordPress, mit einem gut integrierten bbPress-Forum und einer eingebetteten Galerie. Nun hat niemand mehr ein Problem damit, schnell eine Meldung zu verfassen oder etwas zu veröffentlichen. Diese neue Homepage hat immer noch große Ähnlichkeit zu einem Blog, was aber nicht als Problem betrachtet wird…

Gerade die Möglichkeit, ein gut mit WordPress interagierendes Forum benutzen zu können, gab hier den Ausschlag für die Whitedarkness, sonst hätte ich wahrscheinlich doch einmal etwas anderes verwendet.

Zum Schluss

Ich glaube übrigens nicht, dass es sich bei diesen vielen Gewohnheiten um schlechte Gewohnheiten handelt. Allerdings sehe ich den momentanen Kurs von WordPress eher mit Sorge. Ob das Admin-Frontend in einer Weise verschandelt wird, die die jetzt bestehende Stärke vernichtet, ob das System nach Hause telefoniert oder ob unter einem unnötigen, selbst geschaffenen Zeitdruck sogar Versionen veröffentlicht werden, die nicht einmal mehr die Grundfunktionen fehlerfrei halten — alles das sind keine guten Zeichen. Vielleicht werden sich meine Gewohnheiten ja demnächst ändern…

Freitag, 1. Februar 2008

Lieblings-Stöckchen

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 01:55

Deine Lieblingsfarbe?

Bunt

Deine Lieblingsgetränk?

Kaffee

Dein Lieblingsessen?

Currywurst mit Pommes

Deine Lieblingsbeschäftigung?

Mich langweilen

Dein Lieblingswort?

Gnirrtsch

Dein Lieblingspromi? 

Der, den ich nicht ertragen muss. Also fast jeder.

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