Hol das Stöckchen!

Samstag, 5. Januar 2008

Jahreswechsel-Stöckchen 2008

Filed under: Stöckchen — 124c41 @ 08:34

Was erwartest du für 2008?

Nichts Gutes. Nur die Fortsetzung einer Entwicklung, die schon in den letzten 10 bis 15 Jahren das Leben der meisten Menschen immer schlechter gemacht hat.

Was wünschst du dir für 2008?

Ich wünsche mir, dass die Sonne eines goldenen Tages über das noch kühle, aber schon frühlingshafte Deutschland aufgeht. Es muss mit einem ganz normalen, aber doch etwas wichtigen Arbeitstag des Deutschen Bundestages beginnen, so dass die ganze menschliche Jauche, die das Volk zertritt, anwesend ist und eifrig vor der Journaille demokratietümelt. Und früh am Morgen, aber schon mitten in der Sitzung detoniert ein gewaltiger thermonuklearer Sprengsatz im neugebauten Zentrum Berlins und löst das ganze Luggetue in Asche, Schmelze und verbleichende Erinnerungen aus. Ein wohliger Impuls für die Bauwirtschaft, die es hoffentlich beim nächsten Mal besser macht — und diese ganzen Berliner, die vermisst kaum einer.

Es muss ein Tag im frühen Frühling sein, denn es gibt noch zwei weitere Atombomben, die ihrer großen Chance warten und dies doch nur können, wenn die richtigen Ereignisse stattfinden. So eine Kraft, wie sie im Atomkern steckt, darf man nicht vergeuden.

Denn am Tag des Berliner Rückbaues, so wünsche ich, muss in Hannover auch die CeBIT laufen. Das wird ein Spaß, wenn das ganze, allvermarktende Gesocks die wirklich schlechten Nachrichten mitbekommt, auf die es eigentlich nur achtet, weil Internet und Mobilfunknetze unter der Flut der Daten zusammenbrechen. Während die Finanzmärkte reagieren wird jeder seelenlose Kaufmann die Gelegenheit zu ganz dicken Geschäften sehen, die er aber unter der Larve einer scheinbaren Pietät im Verborgenen betreibt. Die werden so etwas von beflissen sein, diese ganzen Arschlöcher, die werden so glücklich über die guten Zahlen und das Geld sein, und dann detoniert fünf Minuten nach dem Ereignis von Berlin der zweite thermonukleare Sprengsatz mitten auf dem Messegelände in Hannover. Bumm!

Mann, das wird so einfach, da in Laatzen auf dem Messegelände im üblichen Aufbauchaos eine kleine Kiste mit einer Atombombe hinzulegen! Der Terrorist hat das schon tagelang vorher vorbereitet, er ist einer der vielen Hilfsarbeiter, die dort für immer weniger Lohn verschlissen werden. Vielleicht kommt er sogar von einer Zeitarbeitsfirma. Niemand wird Verdacht schöpfen. Niemand kann diese ganze Fastsklaven unter Kontrolle halten. Und plötzlich sind diese ganzen Schlipsträger, die Elite der Ausbeuter dieser Welt, plötzlich sind sie zu verbrannter Asche geworden. Was für schlechte Nachrichten! Außer vielleicht für die Opfer dieser Weltverpester und für ihre immer wieder belogenen Kunden.

Das wird eine Freude! Wenn ich nur an die Nachrichten denke! Wer wird jemals Hannover vermissen, diesen Bahnhof zwischen Hamburg und Kassel?

In Frankfurt am Main wird man natürlich auch einen auf Pietät machen, aber die heftigen Schwankungen in den Kursen der IT-Werte und bei den Währungen muss man doch einfach mitnehmen, so zynisch ist das zum Selbstzweck gewordene Geschäft mit Geld und Schwindelzetteln nun einmal. Fünf Minuten sollen sie Zeit haben, ihre schweren, gewichtigen Papiere von Dir an Dich gehen zu lassen, fünf Minuten voll von einer Betriebsamkeit, die natürlich gut versteckt wird, damit auch niemand merke, wie böse und lebensverachtend diese Unmenschen sind. Und zehn Minuten nur nach der Reinigung Berlins, und fünf Minuten nur nach der Austilgung der kaufmännischen Menschenbedrücker in Hannover werden die hektisch schreienden Geldanbeter in Frankfurt in angenehm nutzlose Asche verwandelt, die in flüssigen Beton eingeschmolzen wird. Denn Beton gibt es viel dort, wo sogar die Köpfe aus Beton sind.

Es wird ein Tag, an dem die Menschen wieder aufatmen können. Der Fallout ist harmlos in seiner Schädlichkeit, verglichen mit dem, was die nun vernichteten Menschen anrichten. Es wird ein Tag, an dem ich fröhliche Musik höre, während sich die Idioten im Flackern der Fernseher über ihre eigene Befreiung entsetzen. Ein Tag nach meinen Wünschen. Wenn ich fernab in den Alpen sitze, in einer kleinen Hütte. Ich werde die Internationale pfeifen, während ich das Fähnchen fröhlich auf Halbmast setze.

Was befürchtest du für 2008?

Das sich meine schönen, traumhaften Wünsche nicht erfüllen.

Was möchtest 2008 gern tun?

Der erste Nuklearterrorist werden.

Welchen Menschen möchtest du 2008 etwas Wichtiges sagen?

Wolfgang Schäuble, seine ganzen Komplizen im Hintergrund und der gesamten politischen Clique in Deutschland, egal ob sie sich SPDSFDPCDUCSUGRÜNPD nennt. Und ich möchte es so sagen, dass sie wirklich merken, was sie mit ihrem gegenwärtigen politischen Stil und mit der völligen Verwirtschaftung aller menschlichen Werte und dem Verkauf meiner Heimat an den Meistbietenden anrichten, und in welche Verzweiflung sie die ganzen Menschen in Deutschland führen, die jetzt schon nichts weiter zu verlieren haben als ihre Angst.

Wenn das ankommt und wenn das Folgen hat, denn verzichte ich auch gern auf die Atombomben. Sie sind sowieso nur die Rache des Verzweifelten und Aussichtslosen. Aber ich verzichte darauf nur, wenn große Verbrecher wieder ins Gefängnis kommen, statt mit Ehrungen überhäuft zu werden; wenn es wieder eine Ehre ist, geehrt zu werden und keine Schande, die einem mit Üblen gleichstellt; wenn es wieder eine Schande ist, in ein Gefängnis zu kommen, und nicht eine Ehre, weil die wirklichen Verbrecher niemals in ein Gefängnis kommen.

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