Hol das Stöckchen!

Samstag, 6. Juni 2009

Drei-Fragen-Stöckchen

Gespeichert unter: Stöckchen — Nachtwaechter @ 20:05

Ich bin dort zwar nicht beworfen, aber ich fühle mich doch immer gleich ein bisschen beworfen, wenn ich irgendwo im Netz über ein Stöckchen stolpere. Ist das nicht seltsam. Und deshalb schaue ich um mich, ob da irgendwo diese drei Fragen herumliegen, deren Aufprall ich gerade verspürt habe, bücke mich nach dem wehrlosen Holz und fange einfach mal an. Wie ein Hund, der ein rottiges Stück Holz als ein feines Stöckchen präsentiert bekommt…

1. War dir in der letzten Woche etwas peinlich? Wenn ja, was?
Es ist kaum zu fassen, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir etwas peinlich gewesen wäre. Diese ganzen bohrenden Blicke, die einem als obdachlosen Bettler immer durchnageln, lösen längst schon kein peinliches Gefühl mehr aus. Und verliebt bin ich auch nicht.

2. Was war dein letzter kreativer Einfall?
Oh, dafür muss ich ein bisschen ausholen. Ich beschäftige mich ja auch mit diesem Voynich-Manuskript, und vor ein paar Tagen habe ich mir eine Transkription geschnappt, mit einem kleinen Programm überarbeitet und von einem Sprachsyntheseprogramm vorlesen lassen. Das hat mir zwar keine Erleuchtung über den Inhalt des Buches gebracht, aber beim Abhören des ziemlich sinnlosen Gestammels formten sich ganz von alleine Klangteppiche in meinem Kopf. Und so wandelte ich die “Sprache” in WAV-Dateien, bearbeitete sie ein wenig nach und baute in Windeseile zwei düstere Ambient-Stücke. Für das erste Stück wollte ich auch gern ein Video rendern lassen, aber der Computer, an dem ich das tun müsste, zeigte sich schon mit einer harmlosen Version meiner Ideen völlig überfordert, so dass ich diese Idee schnell verwarf. Immerhin weiß ich jetzt, wie mein nächstes Album klingen wird. Und ich weiß auch, wie es heißen wird: “Kryptogramm”.

3. Was gedenkst du morgen garantiert nicht zu machen?
Wählen gehen.

So, und jetzt soll ich mir also drei Fragen ausdenken und das Stöckchen weiterwerfen. Letzteres wird wohl nichts, weil ich meine Stöckchen hier in dieser Sackgasse für Stöckchen verbuddele — und mich dennoch leise freue, wenn sie einer ausgräbt. Aber die drei Fragen, die will ich doch gern stellen:

  1. Welches chemische Element ist dein Lieblingselement?
  2. Welche Farbe klingt deiner Meinung nach am harmonischsten?
  3. Hast du vor, demnächst Plastik zu singen?

Hol das Stöckchen! Viel Spaß!

Mittwoch, 13. Mai 2009

Ein Haufen Fragen

Gespeichert unter: Stöckchen — 124c41 @ 06:37

Wie, ein rotes Stöckchen. Gleich mal zugreifen… ist auch gar nicht so kompliziert:

1. Beantworte die Fragen und füge sie auf deinem Blog ein.
2. Ersetze eine Frage, die du nicht magst, durch eine neue und füge zusätzlich eine weitere neue hinzu.
3. Tagge 8 weitere Leute.

Na, denn mal los…

1. Welche Namen würdest Du einem Kind geben, das Du überhaupt nicht ausstehen kannst?
Melanie, denn alle Mels, die mir in meinem trüben Dasein übern Weg liefen, waren irgendwie ein bisschen… na: Mel eben. Manche sogar ziemlich Mel. Aber wirklich nur die Mels. Ich habe mich schon oft gefragt, ob der Name wohl einen Einfluss auf die persönliche Entwicklung haben kann…

2. Song des Tages
Das Moorsoldatenlied, gesungen von Hannes Wader

3. Was ist dein Lieblingsfilm?
Ach, ich hab doch immer noch kein Interesse an Filmen. Dafür hat die Wirklichkeit viel zu viel Bemerkenswertes zu bieten.

4. Was ist dein Highlight des Tages?
Ein Würstchen und eine einfache Scheibe Weißbrot.

5. Was willst du unbedingt lernen?
Französisch

6. Was hast du zuletzt gekauft?
Einen Becher Kaffee für ein paar zusammengebettelte Cent.

7. Was ist dein Lieblingswetter?
Jedes Wetter, das mich nicht frieren lässt, dass mich Kleidung ablegen lässt und das in mir die Freude an sinnlosen, spontanen Tätigkeiten entfacht. Ob ich jemals wieder nackt durch einen warmen Sommerregen tanzen werde?

8. Was ist momentan dein wichtigstes Ziel?
Überleben.

9. Was denkst du über die Person, die dich getaggt hat?
Person? Getaggt? Ich klaue Stöckchen und lasse mir keine Etiketten irgendwo hinnageln.

10. Wenn du ein komplett eingerichtetes Haus irgendwo in der Welt bezahlt bekommen würdest, wo würdest du es hinhaben wollen?
Überall, wo man nicht hungert, nicht vereinsamt und nicht friert. Also wohl nicht auf der Erde.

11. Lieblingsfarbe?
Bunt. Oder auch mal wieder ein intensives Mausgrau.

12. Wenn du für die nächsten Stunden irgendwo auf der Welt sein könntest, wo wärst du gerne?
Auf Tonga.

13. Mit welchem Kompliment kann man dir eine richtige Freude machen?
Mit keinem. Komplimente sind wie Falschgeld und machen immer den ärmer, der sie empfängt.

14. Wen würdest du gerne mal treffen?
Jeden Tag ein paar Leute mehr. Und zwar so, dass sie auch liegenbleiben und nicht mehr aufstehen.

15. Was ist dein Lieblingsstück in deinem Kleiderschrank?
Ich habe keinen Kleiderschrank. Und meine liebsten Kleidungsstücke sind jene, die ich so gern getragen habe, dass sie inzwischen ziemlich zerschlissen sind.

16. Was ist dein Traumjob?
Biologe, der entweder seine Zeit mit der Beobachtung von Faultieren oder vergleichbar aufregenden Lebensgemeinschaften verbringt.

17. Welche sind deine Lieblingsbands?
Eigentlich immer noch die gleichen, nur dass sie teilweise neue Namen bekommen haben. Pink Floyd aber nicht, auch All My Faith Lost heißt noch wie vorher.

18. Drei Dinge, die dir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern:
Ein Gewehr, Munition und ein Ziel.

19. Was ist deine Lieblingsgroßstadt?
Jede, die in ruhige, friedliche Trümmer gefallen und Geschichte geworden ist.

20. Was ist zur Zeit dein Lieblingslied?
Immer noch “Ocean Sea” von All My Faith Lost.

21. Welche Konzerte oder Festivals hast du schon besucht?
Puh, das sind eine Menge, wenn auch alles eine Weile her ist. Anne Clark, Jethro Tull, Umbra Et Imago, Bottom 12, Qntal, Sisters Of Mercy (nicht empfehlenswert!), Wolfsheim, Suicide Commando, Welle Erdball, Suicide On Saturday, Herbstschmerz, Das Moderne Leben, Kamerun News, Kirlian Camera, Apokalyptica, V-Lenz (für einen Lacher gut!), Deine Lakaien, Die Fanatastischen Vier (Ja, echt!), Guano Apes (als sie sich noch in Hannover in Kellern die Finger blutig gespielt haben), gWem, Seven, Heino (ich war klein und konnte mich nicht wehren!), Unheilig (WTF?!), De/Vision, … (Liste erstmal abgebrochen, sonst werde ich heute nicht mehr fertig.)

22. Was hast du gerade an?
Eine Unterhose, getragen duftend, ein Unterhemd, frisch duftend, eine Jeans in schmutzgrau verfärbtem Blau, ein graues T-Shirt und ein Gesicht.

23. Was ist dein Lieblingsbuch?
Das Buch mit lauter leeren Seiten, das jeder in seinem Leben vollschreiben sollte.

24. Mein Mittagessen?
Das Würstchen und das Toastbrot vom Schnorren.

25. Wann hast du heute Feierabend?
Ich habe immer Feierabend. Und. Ich habe nie Feierabend.

26. Was ist deine Lieblings-Anime-Serie?
Was? Ich glotze nicht.

27. Prinz oder Vampir?
Zeckenzüchter.

28. Was würdest du mit dem Werfer des Stöckchens gern mal unternehmen?
Das Stöckchen hat zwar niemand geworfen, aber mit dieser roten Socke, wo ich es ausgebuddelt habe, würde ich zu gern ausprobieren, wie lange es wohl dauert, bis die Revolution ihre Kinder frisst.

29. Hast du ein Vorbild? Wenn ja, wen?
Klar, ich habe ganz viele Vorbilder. Jeden Deserteur, jeden Fliehenden, jeden Vorübergehenden, jeden Nichtstumpfen, jeden Feigling (der eingesehen hat, wie dumm die so genannte “Tapferkeit” ist und lieber Heckenschütze wird), jeden Doppeldenker, jeden fröhlichen Tänzer auf den Trümmern des Terrors.

30. Welche bahnbrechende Erfindung würdest Du umsetzen, wenn Du es könntest?
Den Reset-Knopf für die menschliche Zivilisation.

31. Bekloppteste Zitat der letzten Wochen
Aus einer Mail: “Sehr geehrter Herr Schwerdtfeger, ich würde Ihnen gern ein Angebot für Textlinkwerbung auf blah.tamagothi.de unterbreiten. Ist dies prinzipiell möglich? Sind Sie da der richtige Ansprechpartner für mich?” — das ist doch wirklich bekloppt. Den Namen und die Mailadresse kann der Absender nur haben, weil er einen Blick in das dortige Impressum geworfen hat. Allein deshalb sollte der Mensch doch wissen, dass ich der “richtige Ansprechpartner” bin. Denn muss er aber auch wissen, dass ich ein obdachloser Bettler bin, und er sollte doch eigentlich auch bemerkt haben, dass ich nicht komplett dumm bin. Zumindest nicht so dumm, dass ich nicht wüsste, wie man sich ein bisschen Reklame in das Blog pflastert, um damit ein paar Klickercents zu machen. Auf die Idee, dass der Verzicht auf Reklame eine völlig bewusste Entscheidung von mir ist, kommt man eigentlich durch bloßes Hinschauen von allein. Etwas in dieser Richtung hat der Allvermarkter mit seinem Wunsch manipulierter Suchmaschinen wohl auch gespürt, aber leider hat er nicht so viel Anstand gehabt, mich mit einer derartigen Anfrage einfach in Ruhe zu lassen, und so fragt er mich denn in scheinbarer Zurückhaltung, ob ich der “richtige Ansprechpartner” wäre. Das ist schon ziemlich gnadenlos und der bis jetzt gröbste Dummfug in der Leserpost dieses Jahres.

32. Was möchtest du mal wieder tun?
Schlammbaden.

Und nun die Tags:
Nee, ich hefte niemandem Etiketten dran. Wer es will, der grabe es sich aus und habe seinen Spaß damit. Ich habe ja noch nicht einmal eine Frage gefunden, die ich nicht mag.

Dienstag, 5. Mai 2009

Petition gegen Internet-Zensur

Gespeichert unter: Sonstiges — 124c41 @ 02:01
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Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung: Das vornehmliche Ziel — Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Zur Unterzeichnung der Online-Petition (mit integriertem Datenstriptease).

Sonntag, 19. April 2009

Stöckchen gemopst

Gespeichert unter: Stöckchen — 124c41 @ 03:21

Wer ein Stöckchen einfach so mopst, darf sich nicht wundern, wenn es ihn gleich wieder gezogen wird…

1. Wo wärst Du gerade gern für einen Tag?
Überall, wo der Wert eines Menschen nicht nach seiner wirtschaftlichen Verwertbarkeit bemessen wird.

2. Welches Gericht isst Du gerade am liebsten?
Pellkartoffel mit einem Stück Butter.

3. Welches Lied, welche CD, hörst Du im Moment sehr häufig?
Eine Zusammenstellung “beswingter” Musik aus meiner Jugend.

4. Welche Sendung im TV möchtest Du momentan nicht missen?
Das Testbild. Es wird aber leider nicht mehr gesendet.

5. Welchen Lieblingswein hast Du gerade?
Wasser.

6. Hast Du eine Lieblingsüßigkeit?
Lakritz.

7. Welches Lebensmittel kaufst Du fast täglich?
Gar keins. Aber ich gehe fast jeden Werktag auf einen Hinterhof, in dem eine Mülltonne steht, in der eine Bäckerei das verklappt, was sie den Menschen nicht einfach schenken mag. Früher sah man dort nur meinesgleichen, aber inzwischen sind dort auch immer mehr Rentner und Studenten anzutreffen, die sich ihr Brot und manchmal etwas angetrocknetes Gebäck aus dem Müll ziehen müssen.

Mittwoch, 15. April 2009

Vollende den Satz

Gespeichert unter: Stöckchen — 124c41 @ 03:42

Huch, was für eine Seltenheit, dass man beim Frank Helmschrott über ein Stöckchen stolpert. Das muss ich doch gleich einstecken, um es hier zu vergraben…

Vollende den Satz

Das Leben ist…
in seinen Erscheinungsformen plump und organisch.

Sterben müssen heißt…
das plumpe und organische Leben würdigen sollen.

Menschen können…
einem ganz schön auf den Senkel gehen.

Menschen sollten…
regelmäßig Bandaufnahmen ihres eigenen Geschwätzes hören.

Die Welt braucht…
mehr Wärme.

Das Wichtige im Leben ist…
sich niemals von der Angst beherrschen zu lassen und niemals den Humor zu verlieren.

Unwichtig ist…
fast alles, was man im Affekt wichtig nimmt.

Vergangenheit ist…
der Stempel, der der Gegenwart aufgedrückt ist, hart und faktisch und unerbittlich.

Zukunft bedeutet…
für den Gegenwärtigen und Vorübergehenden nichts.

Zeit ist…
etwas, das durch das Tragen von Uhren und das ständige Reden von Terminen aufgegessen wird.

Liebe ist…
ein Wort, das beim Sprechen auf den Boden, in den Dreck fällt; ein emotionales Falschgeld, trefflich zum Bewerben von Eisherzen und Herzdosen geeignet; etwas, das ich niemals einem geschätzten Gefährten gegenüber in den Mund zu nehmen wagte.

Freunde haben ist…
ein verbreiteter Mangel unter den Menschen.

Glück ist…
trotz allem Lebensschaden zu wissen, das alles Existierende in reiner Lust erscheint.

Gefühle sind…
ein Sandkasten für jene, die in der Psyche der Menschen herumspielen.

Konflikte bedeuten…
sinnlosen Kampf.

Hoffnung ist…
vollständig aufzugeben!

Glauben können ist…
für den Verblendeten nichts anderes als Hoffen, für den Wissenden nichts anderes als Wissen.

Träume sind…
eine psychische Reaktion, mit der der Schlafzustand aufrecht erhalten werden soll.

Visionen sind…
eine psychische Reaktion, mit der die Aufmerksamkeit von der gebieterischen Wirklichkeit abgezogen werden soll.

Veränderung bedeutet…
nichts, denn es gibt keine Veränderung und es gibt nur Veränderung.

Stagnation bedeutet…
nichts, denn es gibt keine Stagnation und nur Stagnation.

Ich brauche…
ausreichend Worte, um niemals unbewaffnet im gleißenden Wahn des gegenwärtigen gesellschaftlichen Prozesses zu stehen.

Angst habe ich vor…
diesen Menschen, die jeden Frieden hassen; die jede Psyche eines Mitmenschen wie mit einer Abtastnadel untersuchen, nur um die schmerzen Stellen zu finden und bei Bedarf zu nutzen; die wie Vampire sind, selbst nichts hervorbringen und nur von der psychischen Energie ihrer Mitmenschen leben und jeder Seele jede Kraft rauben können.

Mut bedeutet…
sein eigenes Erkennen zu überprüfen und bei erfolgreicher Prüfung danach zu handeln, auch wenn die ganze Welt zu widersprechen scheint.

Das Allerschwerste ist…
besonnen und ruhig zu bleiben, wenn die Forderung nach einem immer weiter beschleunigten Leben an einen herangetragen wird.

Es ist so leicht…
zu vergessen.

Verlieren bedeutet…
etwas nicht mehr zu haben und sich mit dieser grimmigen Tatsache abfinden zu müssen.

Gewinnen heißt…
zu erkennen, was heiter und kampflos vor einem liegt.

Perfekt sein bedeutet…
tot zu sein.

Versagen bedeutet…
seine Ansprüche und Pläne nicht an den Tatsachen des eigenen Seins ausgerichtet zu haben.

Verlust ist…
ein zum Substantiv gewordenes Verlieren, das aber keine weitere Substanz hat.

Schmerz ist…
der Hinweis, dass etwas nicht stimmt.

Arbeiten bedeutet…
arm und abhängig zu sein.

Geld bedeutet…
dass man Menschen und Dinge kaufen kann.

Leistung ist…
eine Forderung, dass man mit seiner Mühe die Bedürfnisse anderer Menschen möglichst zuverlässig und kalkulierbar erfüllen soll, deshalb auch die sprachliche Anleihe aus der Physik.

Stärke ist…
ein genaues Wissen um das, was man kann und ein genaues Wissen um das, was man nicht kann.

Phantasie kann…
in den Irrsinn treiben, wenn sie als Ersatzwelt und Ersatzleben in Anspruch genommen wird.

Kreativität ist…
das, was entsteht, wenn man die Welt nicht einfach hinnimmt und konsumiert, sondern mit seinen Möglichkeiten zu gestalten versucht.

Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen…
haben den Beruf als Mensch verfehlt und sollten besser Gott werden — und zwar nach Möglichkeit in einem komplett eigenen Universum.

Gesundheit für meine Lieben…
gibt es nicht, da die Armut keine Gesundheit kennt.

Gerechtigkeit…
ist das, was durch das Recht verhindert werden soll.

(Noch) Unerreichbares…
kann erreichbar werden, wenn man heiter seines Weges als Vorübergehender zieht.

Mein Gefühlsleben…
ist ein trüber Novembertag.

Donnerstag, 2. April 2009

Aprilscherz-Stöckchen

Gespeichert unter: Stöckchen — 124c41 @ 00:01

Was waren eure Aprilscherze im Jahr 2009?

Ich habe in zwei meiner Websites ein vorübergehendes Defacement programmiert, dass den ganzen ersten April lang stehen bleibt und mal zeigt, wie das Internet in Zukunft aussehen könnte.

Das Blah-Blog wurde (natürlich nicht) von Ursula von der Leyen gesperrt, weil dort immer wieder die Idee kritisiert wurde, Kinderpornografie durch Internet-Zensur zu bekämpfen:

Aprilscherz im Blah-Blog

Und die Website der Künstlervereinigung White Darkness wurde gleich von der Bundespolizei gesperrt, weil es sich um eine terroristische Tarnorganisation handelt:

Aprilscherz: White Darkness von der Bundespolizei gesperrt

Der Titelbereich mit Hubschrauber und kurzen Spruch zu den Aufgaben des BMI ist übrigens von der originalen Website genommen — nur das Hoheitszeichen habe ich etwas bearbeitet… ;-)

Sonntag, 15. März 2009

Was-gebraucht-wird-Stöckchen

Gespeichert unter: Stöckchen — 124c41 @ 04:42

Das ist genau das richtige Stöckchen für jemanden, der nicht allzu viel schreiben will und dennoch einen lustigen Text in sein Blog bekommen möchte.

Gib einfach in Google “<Dein Vorname> braucht” ein und poste die ersten zehn Treffer, in denen der Text auch vorkommt. Natürlich solltest du <Dein Vorname> durch deinen Vornamen ersetzen… ;-)

(Ich kann natürlich der Versuchung nicht widerstehen, doch ein paar Worte dazu zu schreiben. Das brauche ich. Das braucht aber niemand nachzumachen…)

  1. Elias braucht manchmal nachts nicht gefüttert werden…
    Stimmt, manchmal schlafe ich nachts.
  2. Elias braucht ne grössere…
    Wenn das “Aussicht auf ein menschenwürdiges Leben folgte”, würde ich ja zustimmen. Aber kaufen brauche ich mir nichts.
  3. Elias braucht den Schnulli zum Einschlafen…
    Also ich nenne das Ding “Zigarette”.
  4. Elias braucht beides, den von schlechten Erfahrungen belehrten Skeptizismus…
    Und den von Enttäuschungen zurechtgestutzten, ausgelernten Optimismus.
  5. Elias braucht aber dieses frühe Licht nicht…
    Stimmt, von mir aus könnte es besser abends lange hell bleiben, ich bin doch eher ein Morgenmuffel.
  6. Elias braucht rund um die Uhr Betreuung und Aufsicht…
    Nee, das hatte ich schon.
  7. Elias braucht sie auch nicht mehr so…
    Das beruht auf Gegenseitigkeit.
  8. Elias braucht vor allem immer eines: einen strikt geregelten Tagesablauf…
    Genau, ab zur Bundeswehr! Die wollten aber damals nicht so einen Anarchisten wie mich, der seine ganze Bude zur Aufruhr reizt.
  9. Elias braucht sie nur noch nachts…
    Ja, so könnte ich mir ihr vielleicht besser klarkommen.
  10. Elias braucht es nicht…
    Aber so betrachtet, bleibe ich des Nachts doch lieber allein.

Dienstag, 10. März 2009

Ich übernehm denn mal von Schnuppe73…

Gespeichert unter: Stöckchen — 124c41 @ 22:42

…denn eine besserer Titel für das dort unter “Ich übernehm dann mal JLa´s Stöckchen” angelegte Stöckchen will mir beim besten Willen nicht einfallen. ;-)

Wie alt wirst Du in drei Monaten sein?
Dreiundvierzig Jahre, zwei Monate und dreißig Tage.

Was ist zurzeit Dein Klingelton?
Das wohltuende Schweigen eines nicht vorhandenen Telefones.

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?
Obwohl in schon in vielen Städten war und Jahre meines Seins dort zwischen Krach und Gestank absolvierte — gelebt habe ich noch in keiner.

Was ist Deine Lieblingseiscreme?
Eine Salzstange.

Hast Du eine bestimmte Art und Weise, wie Du im Bett schläfst?
Ich schaue mir in der Regel nicht beim Schlafen zu, und ich schlafe nur selten in einem Bett. Aber wenn ich schlafen will, dann stelle ich einen Zustand her, der überdeutlich an jenen ersten Zustand meines Seins erinnert, den ich im Bauch meiner Erzeugerin erfuhr: dunkel, warm und reizarm. Dazu passt auch die Schlafstellung, die ich beobachte, wenn mein Bewusstsein den schlafenden Körper verlässt: auf der Seite liegend, eingerollt wie ein Fötus. Der Mensch ist seines Lebens froh — gewöhnlich nur als Embryo.

Bist Du eine laute Person?
Nur wenn ich schreie oder Musik mache.

Was hörst Du gerade?
Eine überlaute Glotze in einem Zimmer neben mir, irgendetwas mit Ärzten und Nonnen und affektiert labernden Menschen und ganz viel Psychogeklimper, die gewöhnliche Geiststumpfung im staatlichen Fernsehen der BRD. Das übertönt die brummende Straße, die das Haus zittern lässt, und das soll es wohl auch.

Kannst Du Poker?
Ja. Aber ich bevorzuge C++.

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Namen mit “D” anfängt?
Nein. Ich küsse nicht.

Würdest Du deine Nase piercen lassen?
Wozu? Die hat doch schon zwei Löcher, die ihren Zweck meistens gut erfüllen.

Bist Du neugierig?
Ja, meinen behaarten Vorfahren sei es gedankt.

Kennst Du eine, die schwanger ist?
Nein. Aber ich kenne etliche, die genug Verantwortung empfinden, um kein Kind mehr in diese Welt zu setzen.

Letzter Film, den Du gesehen hast?
Ich kann mich nicht mehr erinnern, so lange ist es her.

Ist es in der Regel einfach für andere, Dich zum Lachen zu bringen?
Ja, sie brauchen einfach nur ihr krampfhaftes Sein durch ihr Leben zu schleppen. Der Herrgott hat so einen großen Zoo!

Was hast Du zuletzt in Deinen Mund geschoben?
Eine Salzstange.

Wer hat zuletzt für Dich gekocht?
C.

Wer hat Dich zuletzt angerufen?
Da ich jetzt das siebte Jahr ohne Telefon lebe, weiß ich es nicht mehr. Frag mich lieber, wer mich zuletzt angemailt hat. Das war ein Arschloch, das mir für mein Blog, dass ich demnächst schließen werde, einen Linktausch vorgeschlagen hat, um sich in den Suchmaschinen nach oben zu bringen.

Liest Du den Sportteil in der Zeitung?
Nein, genau so wenig wie irgendeinen anderen Teil. Ich habe schöneres mit meiner Zeit zu tun, als mir die Lügen der Milliardärspresse in den Kopf zu schieben.

Was für Bilder hängen in Deinem Zimmer?
Ohne Zimmer gibt es keine Bilder, die im Zimmer hängen.

Letztes Buch, was Du gelesen hast?
Ein Lehrbuch der französischen Grammatik aus den Fünfziger Jahren.

Irgendwas, was Du heute zum ersten Mal realisiert hast?
Dass man nicht mehr vom “bewusstwerden”, sondern denglisch vom “realisieren” spricht. Aber Ernst bei Seite, ich habe heute zum ersten Mal bemerkt, dass im Voynich-Manuskript ungewöhnliche Wörter gehäuft auftreten, wenn der fließende Text von einer gezeichneten Pflanze durchbrochen wird, habe diese Erscheinung aber noch nicht genau genug gefasst, dass ich sie näher untersuchen kann.

Wie siehst Du aus? Wie die Mama oder wie der Papa?
Ich kenne die beiden nicht.

Wenn Du für den Rest Deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu Dir nehmen dürftest, welches wäre das?
Kaltes, klares Wasser.

Was liegt rechts neben Dir?
Die Maus, zu der ich so selten greife.

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?
Aber klar doch, und meistens war es ein bisschen zu kühl und zu nass für mein Empfinden.

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